Kategorie-Archiv: Masters

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In Treatment: Martin Kaymer

Hinterher ist man immer klüger, aber eigentlich hörte man schon im Vorfeld des Masters die Alarmglocken schrillen. Warum er an seinem Schwung herumgeschraubt hätte, wurde der Noch-Weltranglistenerste vor dem Beginn des Major-Turniers in der offiziellen Pressekonferenz gefragt. Er habe bislang dreimal den Cut nicht geschafft, sagte Kaymer. Irgendwas müsse man ja ändern. Nach der katastrophalen ersten Runde mit 6 über Par wurde er noch deutlicher. Er sei mit seinem Latein am Ende, gab Kaymer im Sky-Interview zu verstehen. Vielleicht könne ihm Bernhard Langer noch einen entscheidenen Tipp geben wie man diesen Platz spielt. Mit einem Lächeln versuchte der Mettmanner dann, seine komplette Ratlosigkeit in Sachen Masters zu überspielen. Vergeblich.

Nach der zweiten Runde (Even Par) ist nun der Cut zum vierten Mal in Folge nicht geschafft. Und schuld ist eindeutig nicht Kaymers Technik. Vielmehr scheint das Scheitern in diesem Jahr ein mentales Problem zu sein. Der Druck, der auf einer Nummer der 1 der Welt lastet, ist damit allerdings nicht gemeint. Kaymer hat Angst vor Augusta National und diese lähmt sein Spiel. So lautet zumindest die Ferndiagnose. Drives, Putts, Eisen ins Grün – dem 26-Jährigen gelang nur selten etwas an den vergangenen zwei Tagen. Andere Profis mit weniger Talent hatten da weniger Schwierigkeiten.

Wenn Kaymer im kommenden Jahr auch am Wochenende in Augusta aufteen möchte, gibt es meiner Meinung nach nur eine Lösung: Er muss den Respekt vor dem Platz und dessen Tücken ablegen. Wenn er schlau ist, dann kehrt in diesem Jahr nicht nur einmal auf den Masters-Kurs zurück. So oft es geht, sollte er in den Privatjet steigen, nach Georgia fliegen und hier spielen. Egal ob mit Freunden, alleine oder den mit Sicherheit hoch erfreuten Clubmitgliedern des Augusta National. Eine Runde auf diesem Golfplatz muss zur Routine und zu einer angenehmen Beschäftigung werden. Nur so verlieren die 18 Löcher ihren Schrecken. Und nur so kann Kaymer mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit im kommenden Jahr wieder beim Masters antreten – und mit Sicherheit den Cut schaffen.

Just my two cents.

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Einmal Augusta National spielen? Kein Problem.

Tatsächlich gibt es auch für uns Hobbyhacker einen Weg, dass wir einmal in unserem Leben auf dem heiligen Rasen Divots produzieren und die kleinen Flüsschen mit unseren Bällen füllen. Jeff Ritter von golf.com hat den Schlüssel zum Paradies gefunden. Und wer es so auch nicht schafft, einen Fuß in die Tür des wohl elitärsten Clubs der Welt zu bekommen, der kann ohne Probleme auf den Nachbarplatz mit dem Spitznamen “The Patch” ausweichen. Der Kurs hat wohl seinen ganz eigenen Charme. Zumindest vermittelt dieses Video den Eindruck.

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Der große Preis

Noch immer habe ich den Traum, einmal beim Masters in Augusta live dabei zu sein. Vielleicht klappt das ganze ja im kommenden Jahr. Man kann sich nämlich derzeit online um Karten für 2012 bemühen. 75 US-Dollar kostet ein Ticket für einen der Wettbewerbstage, 50 US-Dollar werden für die Trainingstage fällig.

Allerdings braucht es eine Menge Glück, um eine (oder zwei) Eintrittskarten kaufen zu dürfen. Das Kontingent ist klein und die Bewerberzahl ist groß. Im Juli 2011 sollen die Gewinner der Verlosung benachrichtigt werden. Ich drücke mir die Daumen.

PS: Bei meinen ersten Bewerbungsversuchen war das Ticketing-System überlastet. Nach einigen Stunden ging aber alles glatt über die Bühne. Also nicht entmutigen lassen!