Kategorie-Archiv: PGA

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Bridgestone Invitational: Tiger rules & fremde Federn

Tiger Woods spielt mit und alle drehen durch. Es scheint beim Bridgestone Invitational für die US-Medien kein anderes Thema zu geben. Hält sein Knie? Was macht sein neuer Caddie? Gewinnt er das Ding oder landet die ehemalige Nummer 1 der Welt wie im vergangenen Jahr auf den hinteren Rängen? Prügelt er sich mit Stevie Williams? Der Hype, der derzeit generiert wird, ist immens.

Martin Kaymer spielt ebenfalls beim Einladungsturnier in Acron mit. Grund genug für golf.de, die Abschrift der offziellen Pressekonferenz zu übersetzen und auf der eigenen Startseite als Interview auszugeben. Die sauberste Methode ist dies nicht. Immerhin verweisen sie im Vorspann auf die Quelle. Das Frage&Antwort-Spiel ist allerdings nicht wirklich ergiebig. Bis auf den schönen Satz: “Es (Golf) war eher ein Elitesport für ältere Leute, oft Rentner, die vier, fünf Stunden irgendwo auf einer schönen Wiese spazieren gehen wollten”.  Komischerweise spricht Martin in der Vergangenheitsform. Mir begegnen diese Leute  fast jeden Tag.

Bei golf.de war man allerdings vom Kaymer-Zitat “Der Platz liegt mir” total beeindruckt und packte diese beknackte Phrase sofort in die Überschrift. Facepalm.

Anbei wie (fast) immer … Die Turnier-Preview, die besten Momente aus der Geschichte des Bridgestone Invitational und der Hinweis auf die Vorschau des Linksgolfers:

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Hopp oder top: Das Leben eines Caddies

Früher standen Caddies noch auf der Driving Range und fingen für ein paar Dollar die Bälle ihrer Herren mit dem Baseballhandschuh auf, inzwischen verdienen die Taschenträger gutes Geld. Jason Lloyd von ohio.com vergleicht damals mit heute und  liefert einige sehr nette Einblicke in das Tourleben, die Verdienstmöglichkeiten und die Denkweise eines Caddies. Lesenswert!

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Greenbrier Classic: Mann ohne Hals gewinnt

UPDATED Was für ein schönes Ende. Beim Greenbrier Classic blieb es bis auf die letzten Löcher verdammt spannend. Zahlreiche Spieler hatten die Chance, das Turnier zu gewinnen. Am Schluss landeten drei von ihnen mit 10 unter Par im Playoff. Veteran Bob Estes, Bill Haas (aus der Jay&Jerry Haas-Sippe) und Rookie Scott Stallings, dessen Schultern irgendwie immer auf der Höhe der Ohren sitzen.

Stallings zeigte nicht nur als einziger des Trios echte Emotionen, sondern im Stechen auch den besten Golfschlag  auf das 18. Grün (dergleiche, der ihm kurz zuvor die Teilnahme am Playoff sicherte). Mit einem Birdie holte er sich seinen ersten Turniersieg auf der PGA Tour. Dass er im anschließenden Interview mit Bob Kostis ein wenig inselbegabt wirkte, macht ihn meinen Augen noch sympathischer. Well done, Forest!

UPDATE: Und der gute Scott hat gleich über seinen Sieg gebloggt!

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Greenbrier Classic: Aus dem Handgelenk geschüttelt

Ich mag Trevor Immelmann. Auch wenn der Nachname des Südafrikaners immer so komische Assoziationsketten in meinem Kopf auslöst. Nichtsdestotrotz ist Immelmann ein sehr nettes Kerlchen. Die Führung mit 6 unter Par nach der ersten Runde beim Greenbrier Classic sei ihm also gegönnt. Insbesondere da Immelmann lange Zeit mit den Nachwirkungen einer schweren Handgelenks-OP zu kämpfen hatte. Im Interview nach Runde sagte er, dass er die vergangenen zwei Jahre ziemlich frustriert gewesen sei.

Anbei die Zusammenfassung (leider ohne den Lucky Bounce von Sergio Garcia an der 16. Bahn)

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Tiger Woods kehrt zurück

Das Gerücht gab es schon ein paar Tage, jetzt ist es offiziell: Tiger Woods spielt kommende Woche beim Bridgestone Invitational in Acron, Ohio. Seine Tasche trägt als Interims-Caddie sein alter Freund und Kupferstecher Bryon Bell, der ihm auch schon bei der Organisation seiner zahlreichen Gespielinnen behilflich war und eigentlich Präsident von Tiger Woods Design ist.

Tiger hat gute Erfahrungen mit dem Turnier gemacht. 11 Mal ist er angetreten, sieben Mal hat er gewonnen.

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Greenbrier Classic: Opa Toms Hütte

Glaubt man Titelverteidiger Stuart Appleby, dann wird es dieses Jahr beim Greenbrier Classic in West Virgina keine 59 zu sehen geben. 2010 gelang dem Aussie dieses Kunststück, dieses Jahr wird solch ein Score schwieriger. Der Platz wurde verlängert und es gibt weniger Par 5. Laut Appleby sind die Longhitter klar im Vorteil, denn auch das Rough ist nicht gnadenlos kanadisch, sondern (Achtung! Marketingsprech) maximal fehlerverzeihend.

Appleby spielt die ersten beiden Runden mit Phil Mickelson und Tom Watson. Letzterer ließ für das PGA-Turnier einfach mal die Senior US Open sausen. Ein netter Zug aus alter Verbundenheit dem Greenbrier-Aus-dem-Boden-stampf-Zampano Jim Justice gegenüber. Allerdings: Auch wenn Watson den Platz ziemlich gut kennt … den Cut wird er meiner Meinung nach nicht schaffen.

Anbei die Greenbrier-Preview der PGA Tour.

Und wie immer mein Tipp: die Preview des Linksgolfers.

Ach ja … endlich ist wieder DONNERSTAG!!!

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Die dickste Hose im Amateurgolf

Kaum ein wenig Oberwasser, schon drehen die Jungs am Rad. College-Amateur John Peterson, der in der vergangenen Woche beim Nationwide-Turnier in Ohio hinter Harris English (ebenfalls ein Amateur) den geteilten 2. Rang belegte, reißt ordentlich die Klappe auf. “Die Top-Leute im College, die besten 20 oder 30, können die besten 20 oder 30 Spieler der PGA Tour schlagen”, gab der Jungspund dem Golf World Magazin zu Protokoll. Man müsse ihm und seinen Altersgenossen nur die Möglichkeit geben.

Einige PGA-Spieler zeigten sich höchst amüsiert. Bestes Beispiel ist Ryan Palmer, der als Reaktion folgenden Tweet in die Weltgeschichte ballerte:
“Wow. Talk about bold. I say i get 20 of my peers and they get 20 and lets go have some fun!!! Trust me boys, its not that easy!!!”

Hoffentlich überträgt Sky.

 

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Rickie Fowler – Hip to be square

“Ich bin froh, dass ich sein Freund bin,  weil ich mit ihm abhängen darf und cool aussehe”, sagt Bubba Watson über Rickie Fowler. Für mich sieht das orange Kerlchen zwar immer aus wie eine Kreuzung zwischen einem Teletubbie und einem riesigen Monchichi, aber irgendwie scheint er ja die Massen zu begeistern. Die PGA Tour denkt inzwischen genauso wie Bubba und schmiegt sich an den Baseballkappen-Verkehrt-Rum-Träger an. Man bereitet sich wohl schon auf die Zeit nach Tiger vor.

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Top 5: Best Shots of the Week

“Robbery with Violence” gibt es auf Platz 3 der Top 5 zu sehen. Andres Romero fabriziert dort einen brutalen Lip-out. Trotzdem irgendwie nett anzuschauen. Ansonsten: Lucas Glover trägt noch immer Bart (ich nicht mehr), Adam Hadwin entkommt dem Rough des Grauens genauso wie Sean O’Hair und auf der Nationwide Tour gewinnen plötzlich Leute, die den Siegercheck nicht wollen.