Schlagwort-Archiv: Martin Kaymer

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Liebe Leute, weiter geht’s! Etwas über eine Woche habe ich mich in Arizona rumgetrieben und neben der Arbeit auch allerhand Golf gespielt, einen Top-100-Lehrer getroffen, mit Q-Schülern gesprochen, Big-Break-Klatsch aus erster Hand erhalten, einen Taylormade-Hybriden für 59 US-Dollar gekauft, reichlich Nike 20xi in der Wüste verloren, den Ping-Tresor besucht, “Tin Cup” nachgestellt und ein fieses Gerücht über Martin Kaymer zu Ohren bekommen. Der Trip war also eine runde Sache. Hoffentlich komme ich in den kommenden Tagen dazu, ein paar meiner Erlebnisse zu posten. Wir sehen uns morgen in alter Frische.

Leider nicht mein neuer Putter ...
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Sky made me do it!

Manchmal möchte ich nach Unterföhring in die Sky-Zentrale fahren und Ärsche treten. Im Prinzip bin ich ein friedliebender Mensch, der in sich ruht und kleine Katzen streichelt, aber die Golf-Verantwortlichen des Bezahlsenders machen aus mir einen aggressiven Zeitgenossen gegen den John Rambo wie ein Wachturm-Verkäufer am Hamburger Hauptbahnhof aussieht.

Der Grund für diese Hulk-Mutation sind ausnahmsweise nicht das gebetsmühlenartige Geschwafel eines Carlo Knauss oder die Ich-steck-meinen-Kopf-in-deinen-Po-Interviews von Irek Myskow. Dieser Folter kann man ja meist mit dem Umstellen auf den englischen Originalton entgehen. Im Falle von Myskow hilft das zwar auch nicht, aber die 30 Sekunden überbezahlte Schleimerei gehe ich halt aufs Klo oder zum Kühlschrank. Nein, es sind die ständigen Werbeunterbrechungen, die an Willkür und Langweiligkeit nicht mehr zu überbieten sind.

Ernsthaft: Sollte ich jemals ein Fenster kaufen müssen, es wird mit Sicherheit keines von Schüco sein. Gefühlte 2000 Mal wird einem der Spot mit dem total süüüßen Mädchen in die Augen gebohrt. Wann die Scheiße versendet wird, ist dabei völlig egal. Auf das Spielgeschehen nimmt keiner Rücksicht. Danke schön!

Noch viel schlimmer sind allerdings die Rolex-Schwunganalysen. Martin Kaymer dient als Vorbild und Carlo Knauss kommentiert dessen übermenschliches Können gewohnt hölzern und mit einer bedeutungsschwangeren Dramatik gegen die ein brasilianischer Fußballreporter nur Gebärdensprache betreibt.

Knauss Schwunganalysen sind ein Festival der Phrasen und haben den Mehrwert eines platten Reifens. Der Sinn dieser mit Weltuntergangsmusik unterlegten Einspieler ist mir ein Rätsel.  Außer die Damen und Herren wollen unbedingt, dass ich nach Unterföhring komme und Ärsche trete. Diesen Wunsch kann ich ihnen sehr gerne erfüllen.

PS: Kleines Detail am Rande: Um 1.28 Uhr musste ich gestern während des Playoffs von Kanal Sky Sport HD 1 zu Sky Sport 2 wechseln. Der Grund: Wrestling hatte Vorrang.

Für mehr Abwechslung:

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PGA Championship: Die Wurzel allen Übels

Das Unwichtigste zuerst: Steve Stricker führt die PGA Championship mit 7 unter Par an. Seine 63er-Runde kratzte am Rekord für die niedrigste Runde bei einem Major. Viel interessanter waren Tiger und Rory.

Herr Woods startete furios in den Tag und lag nach wenigen Löchern bei 3 unter Par. Auf Twitter herrschte unter den Sportreportern zunächst Unglaube, der aber sehr schnell durch die “Haben wir doch immer gesagt, dass er ein Guter ist”-Attitüde abgelöst wurde. Als Tiger dann an der 15., dem Monster-Par-3, seinen Abschlag ins Wasser semmelte, waren die Lästermäuler aber schnell wieder da. Woods spielte daraufhin ziemlich grottig, notierte eine 77er-Runde und die Tweets wurden böser und böser (zum Beispiel der hier). In der anschließenden Pressekonferenz war Tiger komischerweise nicht besonderes gut drauf.

Rory McIlroy probierte sich in Sachen Wunderschlägen und hatte Glück, dass er sich nicht das Handgelenk dabei brach. An Bahn 3 lag sein Ball im Rough direkt an einer dicken Baumwurzel. Statt das Spielgerät einfach seitlich aufs Fairway zu chippen, verwechselte Rory sein Eisen 7 mit der Axt eines Holzfällers und dreschte mit voll Karacho auf die weiße Kugel ein. Der Schläger war danach total verbogen und dem Arm des Nordiren ging es auch nicht besser. Das Eisen durfte ausgetauscht werden, mit der menschlichen Extremität ging das leider nicht. Rory spielte unter Schmerzen weiter und rettete sich mit einer erstaunlichen Even-Par-Runde ins Clubhaus.

Martin Kaymer verletzte sich nicht und spielte trotzdem nicht besonders. Mit +2 liegt der Mettmanner auf dem geteilten 59. Rang. Eine erfolgreiche Titelverteidigung sieht anders aus. Seine komplette Pressekonferenz nach der Runde kann man hier nachlesen.

Rorys Kamikaze-Aktion, Tigers schöne und schlechte Schläge sowie Strickers Fast-Rekord könnt ihr hier als Videos sehen.

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PGA Championship: Let the Hitzeschlacht begin!

UPDATE Endlich Donnerstag. Und endlich gibt es wieder ein Majorturnier. Die PGA Championship geht im ultra-heißen und mega-schwülen Atlanta über die Bühne. Es gibt also wieder lustige Schweißflecken auf den Klamotten der besten Golfer der Welt zu begutachten. Der zu spielende Platz im hiesigen Athletic Club ist allerdings nicht nur aufgrund der Temperaturen die reine Hölle. Zahlreiche Bahnen sind extrem lang. Das Paradebeispiel hierfür ist Loch 15, ein 260-Yards-Par-3 (siehe dieses Video und die Platzvorschau unten).

Favoriten gibt es jede Menge. Titelverteidiger Martin Kaymer ist meiner Meinung nach nicht darunter. Manch ein Journalist fabuliert schon von dem sogenannten Chubby Slam. Sprich: Lee Westwood gewinnt und sein Manager Chubby Chandler hätte damit alle amtierenden Majorsieger unter Vertrag. Das würde den Amis überhaupt nicht gefallen. Die US-Presse ist ja jetzt schon völlig am Boden zerstört, weil die letzten sechs Majorturniere ohne einen Sieger aus Amerika über die Bühne gingen. Auf den Schultern von Tiger Woods ruhen die Hoffnungen allerdings nicht.

Die PGA Championship wird auch als Livestream übertragen. Inwieweit das auch in Deutschland funktioniert, kann ich leider noch nicht sagen. Eine US-IP-Adresse ist leider nötig.

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Promi-Dinner mit Kaymer

Der Mann ist extrem beliebt. Martin Kaymer kann sich laut Steve Elling von CBS vor Essenverabredungen kaum retten. “A lot of celebrities, they’re sending me emails and want to meet me,” he said, flattered by the attention. “Soccer players from Bayern Munich, Bayer Leverkusen, those big soccer clubs, big, national players. Those are my role models, and then they call me and want to have dinner with me, want to know more about that sport and how I feel about certain things in my sport?”, wird der Mettmanner zitiert.

Steve Elling schreibt dazu: “Kaymer has become the biggest sporting rock star from Germany since, since … OK, we’re drawing a total blank on memorable Deutschrock artists.”

Und was ist mit den Scorpions? Ok, just kidding. Den ganzen Text mit ein paar weiteren netten Zitaten aus dem Hause Kaymer gibt es hier zu lesen.

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Bridgestone Invitational: Tiger rules & fremde Federn

Tiger Woods spielt mit und alle drehen durch. Es scheint beim Bridgestone Invitational für die US-Medien kein anderes Thema zu geben. Hält sein Knie? Was macht sein neuer Caddie? Gewinnt er das Ding oder landet die ehemalige Nummer 1 der Welt wie im vergangenen Jahr auf den hinteren Rängen? Prügelt er sich mit Stevie Williams? Der Hype, der derzeit generiert wird, ist immens.

Martin Kaymer spielt ebenfalls beim Einladungsturnier in Acron mit. Grund genug für golf.de, die Abschrift der offziellen Pressekonferenz zu übersetzen und auf der eigenen Startseite als Interview auszugeben. Die sauberste Methode ist dies nicht. Immerhin verweisen sie im Vorspann auf die Quelle. Das Frage&Antwort-Spiel ist allerdings nicht wirklich ergiebig. Bis auf den schönen Satz: “Es (Golf) war eher ein Elitesport für ältere Leute, oft Rentner, die vier, fünf Stunden irgendwo auf einer schönen Wiese spazieren gehen wollten”.  Komischerweise spricht Martin in der Vergangenheitsform. Mir begegnen diese Leute  fast jeden Tag.

Bei golf.de war man allerdings vom Kaymer-Zitat “Der Platz liegt mir” total beeindruckt und packte diese beknackte Phrase sofort in die Überschrift. Facepalm.

Anbei wie (fast) immer … Die Turnier-Preview, die besten Momente aus der Geschichte des Bridgestone Invitational und der Hinweis auf die Vorschau des Linksgolfers:

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Matchplay: Martin Kaymer vs. DIE Torwand

 Wurde endlich Zeit. Martin Kaymer besuchte das Aktuelle Sportstudio. Natürlich musste er allerhand dumme Fragen vom Steinbrecher beantworten, aber das ist er zum Glück von Irek Myskow gewohnt. Zur Belohnung durfte er die Torwand abschießen. Immerhin: zwei Treffer. Sehenswert ist das ganze übrigens auch, weil die Mainzelmänner ein wenig Vintage-Langer aus dem Archiv geholt haben. Etwas peinlich hingegen, ist der Einspieler vom Schweinsteiger. Soll wohl witzig sein. Na denn … ha ha.

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Matchplay: Luke Donald vs. Christian Donald

Martin Kaymers Caddie gegen die Nummer 1 der Welt! Der Ausrüster und Donald-Sponsor Mizuno machte das Bruderduell einst möglich. Damals trug Christian noch dem Luke seine Tasche. Ein Grund mehr, sich im privaten Matchplay ordentlich gegenseitig zu verarschen. Immerhin gibt Luke seinem Angestellten vier Schläge auf sechs Löchern vor. How kind. Danach kannte der Pro allerdings keine Verwandten mehr.

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Kaymer: BMW is da Pimp!

Nett. BMW hat derzeit leichtes Spiel mit seinen drei Buchstaben in den Golfmedien aufzutauchen. Schließlich ist man nicht nur als Sponsor einer Menge Turniere am Start, sondern verpflichtete mit Martin Kaymer auch einen “Markenbotschafter”, der allein aufgrund der Weltranglisten-Position sein Geld wert ist. Die Print- und Onlinemedien (Ich bin da keine Ausnahme) reißen sich um ein Interview mit dem Mettmanner. Und BMW macht es anscheinend möglich. Selbstverständlich erwartet die Marketingabteilung in München dann auch, dass man auf die Aktion “Beat Martin Kaymer” hinweist oder verlinkt (Mist … das habe ich jetzt auch gemacht!) und das BMW auch irgendwie im Text erscheint. Zumindest nehme ich das mal an. Jüngstes Beispiel ist Golfweek.com, die ein Kaymer-Interview bekommen haben, das schwer nach einem Email-Q&A ausschaut. Aber besser als nichts … und es liest sich auch ganz gut. Bis auf den letzten Satz der ersten Antwort. “And it will definitely be a great day for BMW.” Too much PR for me. Weniger ist meist mehr glaubhafter.

Disclosure: Ich fahre auch BMW, bin allerdings noch kein Markenbotschafter.