Schlagwort-Archive: Rory McIlroy

collapcegmac

Players Championship: McDowell macht den McIlroy

UPDATED Der nach drei Tagen führende Graeme McDowell brach auf der Finalrunde der Players Championship ein und spielte eine furchtbare 79er Runde. Vielleicht hätte er auch Abend vorher doch in den Pub statt um 22 Uhr ins Bett gehen sollen. Gewonnen hat KJ Choi, der sich im Stechen am 17. Loch  gegen David Toms durchsetzte.

Martin Kaymer spielte eine Achterbahn-Even-Par-Runde und plumpste auf den geteilten 19. Platz. Für den gab es immerhin noch 107.214 US-Dollar und 28 Cent Preisgeld.

Round 4 Recap: 2011 PLAYERS Championship

UPDATE: Neues Video

tpc17

Players Championship: The Show must go on

Die Amis bezeichnen die Players Championship auf dem TPC Sawgrass gerne als fünftes Major-Turnier. In Sachen Teilnehmerfeld hat diese Einschätzung tatsächlich seine Berechtigung. Auch wenn mit Lee Westwood und Rory McIlroy in diesem Jahr zwei “big player” der Weltrangliste fehlen. Dafür ist Martin Kaymer mit dabei, der an den ersten beiden Tagen mit Tiger Woods in einer Gruppe spielen darf. Letzterer ist angeblich fit und treibt schon mal eine ordentliche Bugwelle vor sich her. Siehe obiges Interview.

Auch bei der Players Championship ist Seves Tod noch immer ein Thema. Die Flaggen von Spanien und der PGA wehen derzeit auf Halbmast im Wind.

Zur Einstimmung ein paar wunderbare Videos. Ich empfehle insbesondere die Highlights (u.a. Couples, “Too much club” O’Hair und Tiger) der vergangenen Jahre vom 17. Loch. Außerdem interessant: Die Position von Martin Kaymer in der Favoriten Top Ten der PGA Tour Preview. Einen Besuch ist auch die Seite von Golf.com wert, deren Redaktion  ein interessantes Experiment an der grausamen 17. Bahn veranstaltet hat.

Und natürlich wie immer der Hinweis auf die sehr ausführliche Preview des Kollegen Linksgolfers.

poultstweet

Was sich liebt, das neckt sich

Ian Poulter ist um keinen dreckigen Spaß verlegen. Jüngstes Opfer seines “feinen” britischen Humors ist Rory McIlroy, dem er via Twitter einen reindrückte. Natürlich ging es um die “Führungschwäche” des Nordiren am Finaltag des Masters. Lee Westwood konnte sich angesichts des Tweets ein “bit harsh poults” nicht verkneifen. Rory hingegen nahm es gelassen und feuerte einfach eine Breitseite zurück: “when did you get that sign?? You have to make the weekend to use one of those!! Must be last year’s issue…..”

Aufgrund des Postings musste sich Poulter einige böse Kommentare gefallen lassen. Seine Reaktion: “Guys you need to lighten up it’s called banter between mates. It’s fully acceptable and expected it’s how we all have so much fun.”

Das sehe ich genauso. Weitermachen!!!

Buick Invitational - Round One

Wells Fargo: I know it’s ugly!

Und wieder steht der Donnerstag vor der Tür und damit ein schönes Turnierwochenende. Bei der Wells Fargo Championship tritt endlich Martin Kaymer wieder an. Aber auch Bubba Watson, Phil Mickelson, Rory McIlroy und Tommy Gainey sind mit am Start. Letzterer überzeugte in der Pressekonferenz nicht als Intelligenzbestie, dafür aber mit seiner ehrlichen Art. “Ich weiß, dass mein Schwung hässlich ist”, gab Two-Gloves zu und keiner widersprach.

Uns Kaymer musste auch ans Mikro und philosophierte über große Enttäuschungen in seiner Karriere. Das Masters kam dabei merkwürdigerweise nicht vor. Enttäuschend finde ich, dass der ehemalige Fußballgott nicht beim Caddie-Soccer-Team der PGA Tour mitspielt.  (Nehme alles zurück … der Kaymer war dabei. Siehe Kommentar.) Sergio Garcias Manager und Rory McIlroy machen da doch auch mit.

Zur Einstimmung noch ein kleines Filmchen zum Thema Wells Fargo Championship.

Zur optimalen Vorbereitung (auch auf die European Tour) empfehle ich mal wieder das aktuelle Posting des Linksgolfers.

kaymerfb

Der analoge Kaymer

Keine Homepage, kein Twitter, kein Facebook – Martin Kaymer ist online nicht präsent. Abgesehen von einigen Fake-Profilen finden sich keine Spuren des derzeit besten Golfers der Welt in den virtuellen Weiten des Internets. Ein Dialog mit seinen Fans findet nicht statt. Und selbst auf der Webseite seines Managements werden nur veraltete Nachrichten serviert. Professionell ist das nicht, eher provinziell. Doch warum erfüllt Kaymer nicht einmal die Mindestanforderungen an einen Weltklasseathleten im digitalen Zeitalter?

Unter anderem ist wohl das liebe Geld Schuld an der Internetabstinenz. Auch wenn es angesichts der bisherigen Preisgelder und lukrativen Sponsorendeals schwer zu glauben ist: Kaymer ist sparsam. So wurde er erzogen und so lebt er auch. Eine eigene Homepage, die einer Nummer 1 würdig ist, ist nicht billig. Ein Webmaster müsste angestellt werden. Vielleicht sogar ein Redakteur. Doch wofür, denkt man sich wahrscheinlich im Hause Kaymer. Reine Geldverschwendung. Für das, was der 25-Jährige zu sagen hat, lohnt sich der Aufwand schließlich nicht. Und genau da liegt der Hund begraben. 

Für Kaymer ist Dienst Dienst und Schnaps Schnaps. Sein Privatleben geht niemanden etwas an und beim Golfen möchte er nicht gestört werden. Dementsprechend beschränkt sich Kaymers Mitteilungsbedürfnis auf die kurzen Interviews während der Turniere.

Schon früh wurde der Mettmanner von seinem Umfeld vom Rest der (Medien)Welt abgeschirmt. Der Junge sollte sich aufs Golf konzentrieren und nicht irgendwelche Flausen in den Kopf gesetzt bekommen. Die Taktik ging auf. Kaymer ist derzeit  die Nummer 1 der Welt, doch mit dieser herausragenden Position steht er jetzt im Zentrum des öffentlichen Interesses – und das lässt sich eigentlich nicht mehr ausblenden. Er tut es aber.

Während andere Golfstars wie Rory McIlroy, Lee Westwood und Tiger Woods fleißig twittern und ihre Fans mit Futter versorgen, schweigt Kaymer. Es gibt keine Einblicke in sein Tourleben, keine aktuellen Nachrichten von ihm oder Kommentare zu seinen Runden. Er spielt einfach nur Golf. Das muss denen da draußen reichen.

Dabei verpasst er eine gewaltige Chance. Kaymers Image ist, dass er derzeit eigentlich keines hat. Er gibt nichts von sich preis, hat keine Ecken und keine Kanten. Er ist fast langweilig. Für seine Sponsoren wie BMW oder Rolex ist das Bild von Schwiegermutters Liebling natürlich perfekt. Auf Dauer jedoch wirkt es einschläfernd. Damit wird Golf nicht zum Volkssport in Deutschland.

Ein wenig Twittern könnte schon helfen. PGA-Kollege Stewart Cink hat es vorgemacht. Den hielt man auch lange Zeit für nicht besonders aufregend. Das hat sich geändert. Inzwischen beweist der Mann regelmäßig Humor in 140 Zeichen – und antwortet genauso wie zum Beispiel Trevor Immelman oder Ian Poulter auf Fan-Tweets.

Natürlich könnte man annehmen, dass Kaymer tatsächlich langweilig ist, weniger Witz als ein Damenstrumpf hat und einfach nur ein tumber Athlet aus Mettmann ist. Das Gegenteil ist der Fall. Und genau deshalb schmerzt diese totale Kommunikationssperre mit dem Fußvolk.

Kaymer kann von ein wenig mehr Online-Aktivität nur profitieren. Um seine Privatsphäre muss er sich keine Sorgen machen. Er selbst entscheidet, wie viel er von seinem Leben öffentlich machen will. Ein wenig mehr virtuelle Fannähe wäre für beiden Seiten wünschenswert. Kundenbindung nennt man so etwas im Wirtschaftswesen.

Und eine eigene Homepage ist nun wirklich Standard. Das muss ihm doch mal einer sagen, oder?

manassero

Malaysian Open: 17-Jähriger gewinnt das Turnier

Kommenden Dienstag wird er 18 Jahre alt. Das schönste Geburtstagsgeschenk hat sich Matteo Manassero allerdings schon am heutigen Sonntag gemacht. Der Italiener, der passender Weise von Kinderschokolade gesponsert wird, konnte dank einer 67 und 68 in Runde 3 und 4 mit insgesamt 16 unter Par die Maybank Malaysian Open für sich entscheiden. 288.465 Euro werden ihm auf sein Bankkonto hierfür überwiesen. Definitv genug, um den Führerschein zu machen. Ein Auto hat er wahrscheinlich schon in der Garage stehen. Bereits in 2010 gelang ihm der Sieg bei einem Turnier der European Tour.

Rory McIlroy landete auf dem 3. Rang, Martin Kaymer auf dem geteilten 9. Platz und Masters-Sieger Charl Schwartzel freut sich über den geteilten 11. Platz. Insgesamt ordentliche Ergebnisse nach dem Aufenthalt in Augusta. Bitter nur, das McIlroy erneut ein Turnier nicht für sich entscheiden konnte, obwohl er lange Zeit in Führung lag.

Das Turnier litt unter zahlreichen Unterbrechungen. Rory McIlroy hatte damit kein Problem. Der Nordire vergnügte sich während der Wartezeit einfach auf der Bowlingbahn im Clubhaus. Nicht zu vergessen, dass der junge Mann den wohl längsten Drive seiner Karriere (400 Yards plus) schlug als er mit dem Abschlag den Golfcart-Weg traf. Ein Birdie war die Folge.

Hier geht es zum Leaderboard.

Hier kann man die Highlights von Runde 4 sehen.

rorymalaysia

Malaysian Open: Das Masters vergessen

Bei den Maybank Malaysian Open (2.5 Millionen US-Dollar Preisgeld) treffen in dieser Woche drei Spieler aufeinander, die direkt nach dem Masters einiges aufzuarbeiten haben. Rory McIlroy muss seine furchtbare Finalrunde von Augusta vergessen. Charl Schwartzel muss aus dem Freudentaumel eines Masters-Champion erwachen. Und Martin Kaymer muss zeigen, warum er zu Recht die Nummer 1 der Weltrangliste ist und der verpasste Cut in der vergangenen Woche nur ein Ausrutscher war.

Rory McIlroy, der über Twitter derzeit reichlich gute Laune verbreitet, und Martin Kaymer spielen an den ersten beiden Turniertagen in Kuala Lumpur zusammen mit dem Thailänder Thonchai Jaidee. Schwartzel geht mit seinem südafrikanischen Landsmann und amtierenden Open-Champion Louis Oosthuizen sowie dem Sieger der letztjährigen Malaysian Open, Seung-yul Noh, an den Abschlag.

PS: Wer sich übrigens fragt, warum Kaymer, McIlroy und ein paar andere Topspieler den langen Weg für das Turnier bewältigt haben … es gab wohl stattliche Antrittsgelder, die es locker mit dem Preisgeld für den ersten Platz (288.465 Euro) aufnehmen können.

Hier geht es zur offziellen Turnier-Webseite.