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Der Doktor und der liebe Schwung

Den Drive pullte ich. Aber das Eisen-8 danach fühlte sich gut an. Leider stimmte die Ausrichtung nicht. Mein Ball traf den riesigen Baum, der mittig auf dem Fairway unserer 17. Bahn im Weg steht. Die Kugel plumpste auf den Boden und mir blieben noch 150 Meter bis zum Grün. Ich seufzte laut.

„Aber der Schwung sah geil aus“, sagte mein Mitspieler, mit dem kurz vor Ende der Runde noch einen gemeinsamen Flight aufgemacht hatte. Kurz darauf hämmerte ich den Ball mit dem Eisen-6 hoch in die Luft, über den Frontbunker und drei Meter neben die Fahne.

Ich dankte im Gedanken Ben Hogan.

Denn Fakt ist: Mein Spiel ist aufgrund meines Schwung-Experiments „Being Ben Hogan“ deutlich besser geworden.

Der Griff ist verinnerlicht. Allerdings merke ich, dass ich manchmal zu lax die neue Klaue um den Schläger lege und dann wieder in alte Gewohnheiten zurückfalle. Überhaupt brauche ich immer mindestens fünf Löcher bis es irgendwie Klick macht. Erst dann fliegen die Bälle.

Manchmal dauert es auch länger. Zehn, elf sogar zwölf Löcher. Ich doktere am Schwung rum und frage mich, was hier wieder verkehrt läuft. Die Lösung ist immer ganz simpel. Das Setup stimmt nicht. Dieses lässt sich dann schnell korrigieren und schon spiele ich wieder Par oder Bogey.

Interessant ist, dass ich mittlerweile immer mehr Komponenten aus dem Hause Ben Hogan in meinen Schwung aufnehme. Der Start des Rückschwungs oder der rechte Arm, der nah am Körper bleibt.

Es funktioniert einfach. Was fehlt, das ist die Routine. Die Übung. Das Selbstbewusstsein.

Gerade bei den Drives sehe ich gerade die größten Fortschritte. Teilweise produziere ich dort Längen, die ich vorher nicht für möglich gehalten hätte.

Auch das kurze Spiel und die Schläge aus dem Bunker haben sich massiv verbessert. Allerdings muss ich dort auch erst einmal an neue Längen gewöhnen.

Schwierig sind derzeit die mittleren und langen Eisen. Meine Schlagfläche trifft zu häufig geschlossen auf den Ball – und dann setzt ein nicht so schöner Hook ein. Dementsprechend hat das gerade Priorität auf der Driving Range.

Interessanter Nebeneffekt: Ich zur Abwechslung auch das Putten wieder auf den Trainingsplan gesetzt. Mit zählbarem Erfolg. Die Drei-Meter-Dinger gehen häufig rein, die kurzen Putts sind sicher und sogar der ein oder andere Monsterputt hat sein Ziel gefunden.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Ein Gedanke zu „Der Doktor und der liebe Schwung“

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