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Sky made me do it!

Manchmal möchte ich nach Unterföhring in die Sky-Zentrale fahren und Ärsche treten. Im Prinzip bin ich ein friedliebender Mensch, der in sich ruht und kleine Katzen streichelt, aber die Golf-Verantwortlichen des Bezahlsenders machen aus mir einen aggressiven Zeitgenossen gegen den John Rambo wie ein Wachturm-Verkäufer am Hamburger Hauptbahnhof aussieht.

Der Grund für diese Hulk-Mutation sind ausnahmsweise nicht das gebetsmühlenartige Geschwafel eines Carlo Knauss oder die Ich-steck-meinen-Kopf-in-deinen-Po-Interviews von Irek Myskow. Dieser Folter kann man ja meist mit dem Umstellen auf den englischen Originalton entgehen. Im Falle von Myskow hilft das zwar auch nicht, aber die 30 Sekunden überbezahlte Schleimerei gehe ich halt aufs Klo oder zum Kühlschrank. Nein, es sind die ständigen Werbeunterbrechungen, die an Willkür und Langweiligkeit nicht mehr zu überbieten sind.

Ernsthaft: Sollte ich jemals ein Fenster kaufen müssen, es wird mit Sicherheit keines von Schüco sein. Gefühlte 2000 Mal wird einem der Spot mit dem total süüüßen Mädchen in die Augen gebohrt. Wann die Scheiße versendet wird, ist dabei völlig egal. Auf das Spielgeschehen nimmt keiner Rücksicht. Danke schön!

Noch viel schlimmer sind allerdings die Rolex-Schwunganalysen. Martin Kaymer dient als Vorbild und Carlo Knauss kommentiert dessen übermenschliches Können gewohnt hölzern und mit einer bedeutungsschwangeren Dramatik gegen die ein brasilianischer Fußballreporter nur Gebärdensprache betreibt.

Knauss Schwunganalysen sind ein Festival der Phrasen und haben den Mehrwert eines platten Reifens. Der Sinn dieser mit Weltuntergangsmusik unterlegten Einspieler ist mir ein Rätsel.  Außer die Damen und Herren wollen unbedingt, dass ich nach Unterföhring komme und Ärsche trete. Diesen Wunsch kann ich ihnen sehr gerne erfüllen.

PS: Kleines Detail am Rande: Um 1.28 Uhr musste ich gestern während des Playoffs von Kanal Sky Sport HD 1 zu Sky Sport 2 wechseln. Der Grund: Wrestling hatte Vorrang.

Für mehr Abwechslung:

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Sky has a Limit

An die von Carlo Knauss mit gedämpfter Stimme verbreitete Totengräberstimmung bei den Golfübertragungen des Pay-TV-Anbieters Sky hatte ich mich ja schon irgendwie gewöhnt. Auch an die erschreckend überflüssigen Interviews des Schürzenjägers Irek Myskow. Die beiden selbstgefälligen Golfpfauen haben nun mal den Unterhaltungswert einer Schweigeminute. Da kann man anscheinend nichts machen – außer vielleicht auf den Originalton zu wechseln. Nichtsdestotrotz hat es der Sender gestern doch tatsächlich geschafft, meinen Spaß an der TV-Übertragung des Masters noch weiter zu reduzieren.

Gefühlt alle fünf Minuten wurde bis zum Ende der Übertragung (1.30 Uhr) ein kleiner Hinweis im linken unteren Eck eingeblendet. “M. Kaymer +6, Leader -7″ stand da und führte einem das Disaster des ersten Turniertages regelmäßig vor Augen. Präsentiert wurde diese Information von Rolex. Letzteres und nicht der Nachrichtenwert war wohl auch der Hauptgrund, warum dieses Ergebnis immer und immer wieder auf dem Bildschirm auftauchte. Es handelte sich wohl um eine Sonderwerbeform, die entweder dem Turnierausrichter (Rolex ist nicht nur Kaymers Sponsor, sondern auch beim Masters aktiv) oder der Sky-Anzeigenabteilung geschuldet war.

Nachtrag: Nach dem zweiten Masters-Tag bin ich mir sicher, dass das ein Anzeigendeal von Sky ist.