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Sex sells: Immer wieder gern genommen …

Da bin ich wieder. Etwas über eine Woche habe ich mich beruflich in North Carolina rumgetrieben und tatsächlich auch ein wenig Golf gespielt. In den kommenden zwei Wochen gibt es deshalb ein paar Beobachtungen meinerseits zum Thema Golf in USA bzw. NC vs. Golf in Deutschland. Allerdings muss ich mich erst mal wieder in Job und Familie eingrooven … deshalb startet golfnerd.de eher langsam in die kommende Woche. 

Nichtsdestotrotz: Als kleinen Start ins Wochenende gibt es ein paar (im besten Fall) anzügliche Bilder von Frauen, die irgendwie etwas mit Golf und Fernsehen zu tun haben. Golf.com hat sich die “Mühe” gemacht und tatsächlich solch eine billige Bildergalerie ins Netz gestellt, um auch mal ein paar niedere Instinkte zu bedienen.

Meine Favoriten sind die Ehefrau von Hank Haney und natürlich die unsägliche Win McMurry. Erbarmen.

whatsbag

Ihr geht mir auf den Sack!

What’s in your bag? Diese Frage stellt inzwischen jedes Golfmagazin und jede Golfwebseite irgendwelchen Tour-Pros in Bezug auf ihr Equipment. Ehrlich gesagt: Die Antworten interessieren mich nicht. Ich will nicht wissen, was Luke Donald in seiner Tasche trägt. Oder Jason Day. Oder gar Ricky Fowler. Es ist mir reichlich egal, ob die Jungs mit Callaway, Titleist, Cobra oder Topflite spielen, denn diese Information hat weder einen Mehr- noch einen Unterhaltungswert. Und in vielen Fällen ist das Ganze noch nicht einmal überraschend: Die meisten Profis tragen die Antwort auf ihren lustigen Golfkappen.

Sobald irgendeine Nase ein Turnier gewinnt, wird sofort publiziert, was der Kerl in seinem Bag hatte. Daher weiß ich dank Golf.com nun, dass Heritage-Sieger Brandt Snedeker mit einem TaylorMade Burner SuperFast (10.5°) mit Fujikura Morore F1 2.0-Schaft abschlägt, Bridgestone-Tourstage-GR-C-1-Eisen spielt, ein Bridgestone- (54 Grad) sowie ein Cleveland-Wegde (60 Grad) hat und mit dem Oyssey White Hot XG Rossie seinen Bridgestone B330-S-Ball puttet. Aha. Und nun?

Nun soll man sofort in den Pro-Shop rennen oder im Internet einfach auf den entsprechenden Link klicken und sich den ganzen Scheiß pronto kaufen – schließlich hat Brandt Snedeker damit ein PGA-Turnier gewonnnen. Ergo kann jeder mit all diesen Schlägern und dem Ball auch  Turniere gewinnen. Wer so einen Mist glaubt, der sollte sein gesamtes Golferleben lang mit einem Starterset von Tchibo spielen müssen.

Die “What’s in your bag”-Frage dreht sich nicht um die Golfbags der Tourspieler, sondern um die Brieftaschen der Amateure, denen so das Geld für neues Equipment rausgeleiert werden soll. Nicht nur diejenigen, die schon mal auf einem Turnier der PGA oder European Tour waren und die dicken Trucks von Taylormade, Ping und Konsorten gesehen haben, sollten allerdings inzwischen wissen, dass die Pros nicht mit handelsüblichen Schlägern spielen, sondern über extrem gefittetes Material verfügen.

Snedekers Driver hat mit dem gleichnamigen Modell aus dem Kaufhaus soviel gemein wie Crystal Meth mit einem Päckchen Brausepulver. Nicht zu vergessen, dass Abschläge nicht zwangsläufig gerader werden, nur weil man sich den TaylorMade Burner SuperFast (10.5°) zulegt. Eine Erkenntnis, die manchem Amateurgolfer bislang jedoch nicht gekommen zu sein scheint. Schließlich vergeht kein Turnier, bei dem nicht irgendeiner meiner Mitspieler die Schuld für den Slice beim Driver und nicht bei seinem Schwung sucht.

Mir wäre es lieber, die Golfmedien würden häufiger “What’s on your mind?” fragen, anstatt ständig dieses bescheuerte Marketingspielchen zu veranstalten.

Bleibt abschließend nur noch eine Frage: What’s in my bag (ProAce)? 

Driver:
Nike Sasquatch SQ 460 (10.5 Grad)

Eisen:
Nike Slingshot 0SS 5,6,7,9, PW Stahlschaft (Eisen 8 neulich irgendwo verloren, Eisen 4 an einer Birke vergessen und es gab keinen ehrlichen Finder), Eisen 4 mit Stahlschaft von irgendeinem Billighersteller

Wedge:
No-Name-Lobwedge (60 Grad), für 30 Euro im Lagerverkauf erstanden 

Hölzer:
Bayhill 3, 5, 7 (keine Ahnung wie die genaue Modellbezeichnung ist, waren in meinem allerersten Schlägersatz)

Putter:
Nike OZ 4

Erspielte Preise: Kaffeemaschine (macht 1-A-Latte), Wochenende Robinson Club Fleesensee, Golfschuhe, Rotwein, Rotwein, Rotwein, Schlägerfitting in Dänemark (Gutschein verfallen), diverse Proshop-Gutscheine, Rotwein, Bälle, Handschuh. Und noch mehr Rotwein.

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Einmal Augusta National spielen? Kein Problem.

Tatsächlich gibt es auch für uns Hobbyhacker einen Weg, dass wir einmal in unserem Leben auf dem heiligen Rasen Divots produzieren und die kleinen Flüsschen mit unseren Bällen füllen. Jeff Ritter von golf.com hat den Schlüssel zum Paradies gefunden. Und wer es so auch nicht schafft, einen Fuß in die Tür des wohl elitärsten Clubs der Welt zu bekommen, der kann ohne Probleme auf den Nachbarplatz mit dem Spitznamen “The Patch” ausweichen. Der Kurs hat wohl seinen ganz eigenen Charme. Zumindest vermittelt dieses Video den Eindruck.