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Ceterum censeo Bellyputter esse delendam

Auch andere Länder haben absolute Vollhonks als Golfjournalisten. Der jüngste Fall totaler Hirnlosigkeit ereignete sich in Kanada. Dort wurde in der Montreal Gazette ein Text von Randy Phillips, einem Agenturschreiber, veröffentlicht,  der an Dummheit schwer zu schlagen ist. Die Überschrift gibt schon mal einen kurze Inhaltsangabe: “Long, belly putters give golfers unfair advantage”. So so.

Der Einstieg haut in die gleiche Kerbe: “The United States Golf Association and R&A — gatekeepers of how the grand old game is played — missed the boat when they had the chance to ban the use of belly putters and long putters years ago.”

Warum Phillips die langen Dinger so scheiße findet, erfährt man wenig später: “I always say don’t knock something until you’ve tried it, but I intensely dislike both long putters and belly putters, and I’ve never tried either one. I refuse to, because as a traditionalist I find them an aberration, and I believe they provide golfers with an advantage they shouldn’t be allowed under the Rules of Golf.”

Der Beweis für den unfairen Vorteil liegt für Phillips natürlich auf der Hand, schließlich wurden die letzten beiden Turnier von Typen mit Besenstiel-Puttern gewonnen. Außerdem hat er sich von einem Puttingguru erklären lassen, dass die Teile Gold sind.

Der Text wird allerdings noch abstruser: “Long putters are also used by quite a number of players on the Champions Tour to either to steady their strokes or protect against failing backs. I take no issue with those on the 50-and-over circuit using the long putters, since they can also use carts in the golden years of their careers. They’ve earned that right.”

Ist klar. Armes Deutschland Kanada.

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Bridgestone Invitational: Die beste Woche seines Lebens

Stevie Williams hat die Bridgestone Invitational gewonnen. Halt, Quatsch! Natürlich hat sein neuer Meister Adam Scott das Turnier recht souverän nach Hause gebracht. Der Caddie ist allerdings der moralische Sieger und wurde sogar noch auf dem Grün von David Feherty interviewt. Ein Novum. Glaube ich zumindest.

Nachdem Tiger Woods ihn feuerte, konnte Williams auf ziemlich dicke Hose machen. “Das war die beste Woche meines Lebens”, sagte der Taschenträger ins Mikrofon. Es sei ihm gegönnt.

Tiger erreichte übrigens nur geteilten 37. Platz, Martin Kaymer landete auf dem T-29.

Weitere Höhepunkte von der 4. Runde des Bridgestone und von der Parallelveranstaltung, den Reno-Tahoe Open, siehe unten. 

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Bridgestone Invitational: Aussie, Aussie, Aussie!

Die beiden Australier Adam Scott (-8) und Jason Day (-7) führen nach der ersten Runde das Feld beim Bridgestone Invitational an. Dass Scott den Spitzenreiter gibt, ist für die US Medien natürlich ein gefundenes Fressen. Der Aussie hat sich sich schließlich die Dienste von Tigers Ex-Caddie Stevie Williams gesichert.

Herr Woods spielte eine höchst unterhaltsame Runde und liegt mit 2 unter Par auf dem geteilten 18. Platz.  Dementsprechend gelöst wirkte er im Interview. Tiger Spielgefährte Darren Clarke erwischte trotz eines Eagles einen nicht so guten Start mit +7. Sein Kommentar auf Twitter: “Tough day….did my best but my best was poor today!!! Tiger swinging much better!!”

Martin Kaymers Scorecard ist wenig sensationell. Ihm gelangen zwei Birdies und ein Bogey. Damit liegt er T-32.

Bei den Reno-Tahoe Open, die zeitgleich stattfinden, steht übrigens auch ein Australier ganz oben am Leaderboard. Nick O’Hern spielte eine 7 unter Par. Highlights des Turniers findet ihr unten.

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Noch eine Scheidung: Stevie verlässt Tigers Tasche

UPDATED Tiger Woods braucht wieder einen Caddie. Natürlich nur wenn das Knie wieder wird. Stevie Williams hat er nach über einem Jahrzehnt treuer Dienste gefeuert gehen lassen. Der fällt weich und trägt bis auf weiteres Adam Scotts Sportgepäck durch die Gegend. Trotzdem war er wohl ziemlich überrascht und gab ein “Ich bin geschockt” zu Protokoll. Tiger sagte ihm, dass er einfach einen “Change” braucht. Vielleicht war Stevies Fremdgängerei mit Scott auch der Grund. Man weiß es nicht.

Wer Tigers Tasche demnächst schleppen wird, ist noch offen. Meine Bewerbung als Caddie ist eben rausgegangen. UPDATE Gerüchteküche: Tiger möchte Dustin Johnsons Caddie, Joe LeCava, abgreifen. Der Taschenträger war unter anderen mit Fred Couples sehr erfolgreich.

UPDATE  Tiger teilte Stevie seine Entscheidung bereits nach dem AT&T National Anfang Juli mit. Beide hielten angeblich die Klappe, um Adam Scott ein wenig aus dem Feuer zu nehmen und ihm eine ruhige Open zu ermöglichen.

Das ist das Statement von Stevies Homepage:

“Following the completion of the AT&T National I am no longer caddying for Tiger after he informed me that he needed to make a change. After 13 years of loyal service needless to say this came as a shock. Given the circumstances of the past 18 months working through Tiger’s scandal, a new coach and with it a major swing change and Tiger battling through injuries I am very disappointed to end our very successful partnership at this time. I have had the opportunity to work of late for Australian Adam Scott and will now caddy for him on a permanent basis. Having started my caddying career with Australian great Peter Thompson and working for Greg Norman in the 80′s I am excited about the future working for another Australian. ”

Bewerbung bitte an Tiger Woods, Jupiter, Florida, USA.
Bewerbung bitte an Tiger Woods, Jupiter, Florida, USA.
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Texas Valero Open: Return of the Besenstiel

Endlich Donnerstag. Heute abend gibt es wieder PGA Tour im Fernsehen. Das Teilnehmerfeld bei den Texas Valero Open ist allerdings nach dem Masters relativ ausgedünnt. Einige Topstars machen Urlaub, andere betreiben Scheckbuchtourismus und beehren die European Tour in Malaysia. 

Definitiv am Start ist jedoch der Valero-Open-Gewinner des vergangenen Jahres, Adam Scott. In Augusta spielte der Australier jüngst groß auf und hatte bis zum Schluss sogar Chancen auf das grüne Jacket. Auffällig war Scotts Broomstick-Putter, mit dem der Posterboy des Golfsports eher wie eine Reinmachefrau als wie ein Weltklassegolfer aussah. Neue Besen kehren halt gut. Nichtsdestotrotz: Der Zweck heiligt auch hier die Mittel. Scott ist definitiv der Favorit beim Texas Valero Open. Sein Landsmann Geoff Ogilvy ist wohl der stärkste Mitbewerber um den Turniersieg. Justin Leonard sollte man ebenfalls im Auge behalten. Der gute Mann gewann hier bereits dreimal die Trophäe (2000, 2001, 2007).

Ich persönlich freue mich auf ein Wiedersehen mit den teilweise alten Schweden Jesper Parnevik und Richard S. Johnson. Hoffentlich spielen die Jungs gut und die Regie blendet sie ein.

Der Linksgolfer hat einen guten Vorbericht zu den Valero Open verfasst.

Einen schicken Rückblick in die Historie des Turniers liefert die PGA Tour als Video.