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Tiger Woods New Money: Video-Hangout auf Google+

Wie bewirbt man den Videochat von Google+? Richtig, einfach Tiger Woods engagieren/einladen/einkaufen und schon geht das soziale Netzwerk durchs Dach. Oder auch nicht. Chatten und Tiger Woods passen so gut zusammen wie Drachme und Euro. Die ehemalige Dauernummereins ist nicht gerade ein gesprächiger Wasserfall. Und deshalb war die ganze Videokonferenz, in der unter anderen ausgewählte Journalisten brav Fragen stellen durften, auch relativ laaaaaaaaaaaaangweilig.

Aber macht euch selbst ein Bild.

qschool

Wie wird man Profigolfer?

Viel Geld, tolle Plätze, jede Menge Golf und schöne Frauen, äh, Pokale: Tourspieler ist so ein netter Beruf. Doch wie wird man das eigentlich?

Zuallererst muss natürlich das Handicap stimmen. Eine Stammvorgabe von 0 oder besser ist Grundvoraussetzung, um bei der PGA of Germany als Berufsgolfspieler anerkannt zu werden. Frauen und Senioren dürfen übrigens schlechter spielen. Hier liegt die Grenze bei -2. Weiterhin wird die deutsche Staatsbürgerschaft verlangt. Das Mindestalter ist 18 Jahre (Senioren: 50 Jahre). Kohle muss man auch noch abdrücken. Die Aufnahmegebühr der PGA of Germany beträgt 260 Euro plus eines jährlichen Beitrags von 330 Euro.

So, ist man erst einmal ein offizieller von höchster Stelle anerkannter Berufsgolfspieler geht es ans Geld verdienen. Und da ist aller Anfang schwer. Die erste Möglichkeit ist natürlich die deutsche EPD-Tour. Frischgebackene PGA-Profis (siehe oben) zahlen einfach 250 Euro Startgebühr pro Turnier und hoffen auf gute Ergebnisse. Gespielt werden drei Runden, nach zwei Tagen wird ausgesiebt. Für den ersten Platz gibt es meist ein paar tausend Euro, kurz vor Cut nur noch knapp 300 Euro. Von der Knete müssen natürlich Fahrtkosten, Unterkunft und Ravioli aus der Dose berappt werden. Da zahlreiche EPD-Turniere derzeit in Marokko und in der Türkei stattfinden, ist ein gut gefüllter Sparstrumpf zu Beginn der Karriere nicht unvorteilhaft.

Wer auf der EPD-Tour konstant gutes Golf und eine Menge Turniere spielt, der kann sich auf die Challenge Tour beziehungsweise die Teilnahme an der 2. Stage der Q-School der European Tour freuen. Die Top 5 der EPD-Geldrangliste schafft den direkten Einstieg in die Challenge Tour, der zweiten Liga im europäischen Profigolf.  Hier werden für den Sieger fünfstellige Preisgelder im unteren Bereich ausgeschüttet. Allerdings muss man dafür schon mal nach Kasachstan fahren … aber diese Ochentour hat Martin Kaymer schließlich auch nicht geschadet. Wer nach Abschluss der Saison auf der Challenge Tour unter den Top-20 steht, kriegt die Spielberechtigung für die “große” European Tour, wer ein wenig weiter hinten auf den Plätzen landet, der darf sich zumindest Hoffnungen machen, bei den kleineren Veranstaltungen der ET anzutreten. Spieler, die drei Turniere in einer Saison gewinnen, haben sich automatisch ihre Karte verdient.

Man kann sich die EPD- und Challenge Tour auch einfach sparen und gleich in der Qualifying School der European Tour auf dicke Hose machen (siehe das oben angeführte Video). 1350 britische Pfund kostet der Spaß und schon darf man als Profigolfer mitmachen. Allerdings müssen zahlreiche Auswahlturniere überstanden werden. Es gibt insgesamt drei Stages. Etwas über 700 Spieler versuchen sich anfangs, in der zweiten Runde sind noch knapp 310 Teilnehmer übrig, die für das Finale noch einmal auf 80 reduziert werden. In Deutschland wird das Stage-1-Turnier übrigens in diesem Jahr vom 20. bis 23. September am Fleesensee ausgetragen und die Top-6 der EPD-Tour kriegen das Vergnügen inklusive Unterbringung gesponsert.

Die besten 30 Spieler der Q-School-Finalrunde erhalten die Tourkarte der Kategorie 11 für die ET. Die Jungs, die den Cut schaffen, aber mit schlechteren Platzierungen das Turnier abschließen, dürfen sich über die Tourkarte der Kategorie 14 freuen. Die Opfer des Cuts werden immerhin mit einer Karte für die Challenge Tour getröstet.

Für mich ist natürlich interessant, wie man auf die European Seniors Tour kommt. Die gute Nachricht: Ich habe noch 11 Jahre Zeit, um an meinem Handicap zu schrauben. Die Stammvorgabe muss -1 oder besser sein und das 50. Lebensjahr erreicht sein, dann darf man bei der Rentner-Q-School mitmachen. 800 britische Pfund werden als Startgebühr verlangt, zwei Turniere müssen bravourös absolviert werden. Die besten 14 Spieler kriegen die Senioren-Tourkarte.

In diesem Sinne: Ich muss noch viel trainieren, ab auf die Range. Wir sehen uns in 11 Jahren!

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Watching the babies!

Ab und zu gibt es immer wieder eine höchst amüsante Werbung zum Thema Golf. In diesem Fall hat FedEx einen schicken Spot gedreht. Meine Frau kann bestätigen, dass die Handlung dieses Filmes durchaus im Bereich des Möglichen ist.

Der Dank gehört dem Rambler, der das Teil jüngst in Oregon im TV sah. Apropos: Was macht der Kampf ums Jackett, Andy???

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Crossgolf mit Rickie Fowler und Kollege

Auch wenn es die Amis “Urban Golf Shoot-out” nennen, so ist die Nummer hier doch ganz klar Crossgolf. Rickie Fowler und Cameron Tringale spielen sich für Sponsor Red Bull durch, drüber und drunter Uptown-Atlanta. Der Verlierer muss einen Monat lang die dreckigen Klamotten sowie das angetrocknete Geschirr des Siegers waschen. Sprich: der eine Millionär schickt dem anderen reichen Twen die mexikanische Haushälterin vorbei.

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European Tour: Volle Breitseite in Schottland

Virales Marketing ist doch was Feines. Die European Tour hat wieder ein ein schickes Video ins Netz gestellt. Gregory Bourdy, Pablo Larrazabal (geiles Englisch!), Stephen Gallacher und Jeev Milkha Singh versuchen, ein Boot in der schottischen See in die Luft zu jagen. Ein herrlicher Schwachsinn. Mein Highlight ist Gallachers Wutausbruch nach ungefähr 1:39 Minuten und die kindische Freude am Schluss.

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Greenbrier Classic: Aus dem Handgelenk geschüttelt

Ich mag Trevor Immelmann. Auch wenn der Nachname des Südafrikaners immer so komische Assoziationsketten in meinem Kopf auslöst. Nichtsdestotrotz ist Immelmann ein sehr nettes Kerlchen. Die Führung mit 6 unter Par nach der ersten Runde beim Greenbrier Classic sei ihm also gegönnt. Insbesondere da Immelmann lange Zeit mit den Nachwirkungen einer schweren Handgelenks-OP zu kämpfen hatte. Im Interview nach Runde sagte er, dass er die vergangenen zwei Jahre ziemlich frustriert gewesen sei.

Anbei die Zusammenfassung (leider ohne den Lucky Bounce von Sergio Garcia an der 16. Bahn)

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Rickie Fowler – Hip to be square

“Ich bin froh, dass ich sein Freund bin,  weil ich mit ihm abhängen darf und cool aussehe”, sagt Bubba Watson über Rickie Fowler. Für mich sieht das orange Kerlchen zwar immer aus wie eine Kreuzung zwischen einem Teletubbie und einem riesigen Monchichi, aber irgendwie scheint er ja die Massen zu begeistern. Die PGA Tour denkt inzwischen genauso wie Bubba und schmiegt sich an den Baseballkappen-Verkehrt-Rum-Träger an. Man bereitet sich wohl schon auf die Zeit nach Tiger vor.

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PGA Cribs: G-Macs größte Schwäche

Diese Homestories bei den Tourspielern sind für mich als heimlichen Gala-Leser ja immer sehr interessant. Diesmal lud US-Open-Champ Graeme McDowell in sein Heim in Orlando ein. Der Nordire erzählt dabei ein bisserl aus seinem Leben. Unter anderem kann der geneigte Zuschauer sich recht unnützes, aber enorm unterhaltsames Halbwissen aneignen. So verrät G-Mac seine größte Schwäche (“kaltes Bier”), seinen Lieblingssuperhelden (“Batman, hat alle Spielzeuge und hat alle Autos und kriegt alle Mädels”) und was er wäre, wenn er nicht als Profigolfer um die Welt ziehen könnte (“Pleite!”). Eine ehrliche, saufende Haut. Sehr schön!

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John Deere Classic: Heimat des Open-Bombers

Herrlich, es ist Donnerstag. Heute gibt es die erste Runde des John Deere Classic, das im US-Bundesstaat Illinios ausgetragen wird, zu sehen. Ein Turnier ohne besonderen Glanz, ohne viele Stars und ohne einen außergewöhnlichen Platz, dafür allerdings mit einem ungewöhnlichen Shuttle-Service. Direkt im Anschluss ans Finale steht ein Privatjet bereit, der die für die British Open qualifizierten Spieler auf die Insel fliegt. So etwas hätte ich auch gerne … mir reicht allerdings schon ein Helikopter, der mich in meinem Golfclub absetzt.

Anbei die Highlights aus der Historie des John Deere Classic und die Vorschau auf das Turnier in diesem Jahr. 

Immer zu empfehlen … die Vorschau des Linksgolfers!