Kategorie-Archiv: European Tour

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Tag der offenen European Tour

UPDATE: Die European Tour hat reagiert. Die PDF werden zwar noch bei Google angezeigt, aber sie sind nicht mehr abrufbar. Danke hat noch keiner gesagt.

Vorgestern hatte ich meine Ablehnung der European Tour in der digitalen Post. Keine Angst, es ging nicht um meine angestrebte Profikarriere. Die beginnt ja erst, wenn ich 50 Jahre alt werde. Nein, abgelehnt wurde mein Antrag auf Zugang zum offiziellen Media Centre, das man über die Homepage der ET betreten kann. Als kleiner Blogger war ich denen wohl nicht wichtig genug.

Aber darum ging es mir eigentlich nicht.

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The Big Break – Germany

Die Stammleser werden sich erinnern: Ich bin ein großer Fan der Reality-Show “The Big Break”. Vor zehn Jahren fing der US-Sender Golfchannel damit an, unbekannte Profigolfer (und nervige Möchtegerns) um einen Turnierplatz auf einer der großen Touren kämpfen zu lassen. Das Format läuft noch immer – und zwar extrem erfolgreich.

Inzwischen bin ich der Meinung, dass die Show auch in Deutschland funktionieren könnte. Das Konzept müsste nur ein wenig abgewandelt werden. Natürlich kommt dafür eigentlich nur ein Sender in Frage: Sky.

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Wie wird man Profigolfer?

Viel Geld, tolle Plätze, jede Menge Golf und schöne Frauen, äh, Pokale: Tourspieler ist so ein netter Beruf. Doch wie wird man das eigentlich?

Zuallererst muss natürlich das Handicap stimmen. Eine Stammvorgabe von 0 oder besser ist Grundvoraussetzung, um bei der PGA of Germany als Berufsgolfspieler anerkannt zu werden. Frauen und Senioren dürfen übrigens schlechter spielen. Hier liegt die Grenze bei -2. Weiterhin wird die deutsche Staatsbürgerschaft verlangt. Das Mindestalter ist 18 Jahre (Senioren: 50 Jahre). Kohle muss man auch noch abdrücken. Die Aufnahmegebühr der PGA of Germany beträgt 260 Euro plus eines jährlichen Beitrags von 330 Euro.

So, ist man erst einmal ein offizieller von höchster Stelle anerkannter Berufsgolfspieler geht es ans Geld verdienen. Und da ist aller Anfang schwer. Die erste Möglichkeit ist natürlich die deutsche EPD-Tour. Frischgebackene PGA-Profis (siehe oben) zahlen einfach 250 Euro Startgebühr pro Turnier und hoffen auf gute Ergebnisse. Gespielt werden drei Runden, nach zwei Tagen wird ausgesiebt. Für den ersten Platz gibt es meist ein paar tausend Euro, kurz vor Cut nur noch knapp 300 Euro. Von der Knete müssen natürlich Fahrtkosten, Unterkunft und Ravioli aus der Dose berappt werden. Da zahlreiche EPD-Turniere derzeit in Marokko und in der Türkei stattfinden, ist ein gut gefüllter Sparstrumpf zu Beginn der Karriere nicht unvorteilhaft.

Wer auf der EPD-Tour konstant gutes Golf und eine Menge Turniere spielt, der kann sich auf die Challenge Tour beziehungsweise die Teilnahme an der 2. Stage der Q-School der European Tour freuen. Die Top 5 der EPD-Geldrangliste schafft den direkten Einstieg in die Challenge Tour, der zweiten Liga im europäischen Profigolf.  Hier werden für den Sieger fünfstellige Preisgelder im unteren Bereich ausgeschüttet. Allerdings muss man dafür schon mal nach Kasachstan fahren … aber diese Ochentour hat Martin Kaymer schließlich auch nicht geschadet. Wer nach Abschluss der Saison auf der Challenge Tour unter den Top-20 steht, kriegt die Spielberechtigung für die “große” European Tour, wer ein wenig weiter hinten auf den Plätzen landet, der darf sich zumindest Hoffnungen machen, bei den kleineren Veranstaltungen der ET anzutreten. Spieler, die drei Turniere in einer Saison gewinnen, haben sich automatisch ihre Karte verdient.

Man kann sich die EPD- und Challenge Tour auch einfach sparen und gleich in der Qualifying School der European Tour auf dicke Hose machen (siehe das oben angeführte Video). 1350 britische Pfund kostet der Spaß und schon darf man als Profigolfer mitmachen. Allerdings müssen zahlreiche Auswahlturniere überstanden werden. Es gibt insgesamt drei Stages. Etwas über 700 Spieler versuchen sich anfangs, in der zweiten Runde sind noch knapp 310 Teilnehmer übrig, die für das Finale noch einmal auf 80 reduziert werden. In Deutschland wird das Stage-1-Turnier übrigens in diesem Jahr vom 20. bis 23. September am Fleesensee ausgetragen und die Top-6 der EPD-Tour kriegen das Vergnügen inklusive Unterbringung gesponsert.

Die besten 30 Spieler der Q-School-Finalrunde erhalten die Tourkarte der Kategorie 11 für die ET. Die Jungs, die den Cut schaffen, aber mit schlechteren Platzierungen das Turnier abschließen, dürfen sich über die Tourkarte der Kategorie 14 freuen. Die Opfer des Cuts werden immerhin mit einer Karte für die Challenge Tour getröstet.

Für mich ist natürlich interessant, wie man auf die European Seniors Tour kommt. Die gute Nachricht: Ich habe noch 11 Jahre Zeit, um an meinem Handicap zu schrauben. Die Stammvorgabe muss -1 oder besser sein und das 50. Lebensjahr erreicht sein, dann darf man bei der Rentner-Q-School mitmachen. 800 britische Pfund werden als Startgebühr verlangt, zwei Turniere müssen bravourös absolviert werden. Die besten 14 Spieler kriegen die Senioren-Tourkarte.

In diesem Sinne: Ich muss noch viel trainieren, ab auf die Range. Wir sehen uns in 11 Jahren!

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European Tour: Volle Breitseite in Schottland

Virales Marketing ist doch was Feines. Die European Tour hat wieder ein ein schickes Video ins Netz gestellt. Gregory Bourdy, Pablo Larrazabal (geiles Englisch!), Stephen Gallacher und Jeev Milkha Singh versuchen, ein Boot in der schottischen See in die Luft zu jagen. Ein herrlicher Schwachsinn. Mein Highlight ist Gallachers Wutausbruch nach ungefähr 1:39 Minuten und die kindische Freude am Schluss.

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St. Jude Classic: Zwei für die Liste

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Endlich wieder Donnerstag! Heute abend gibt es Live-Golf vom FedEx St. Jude Classic in Memphis. Außer den üblichen Verdächtigen (siehe Preview beim Linksgolfer) sind auch noch zwei Spieler am Start, die man hoffentlich in der Übertragung zu Gesicht bekommt.  Zum einen steht Kip Henley am Abschlag. Der Caddie von Brian Gay und Gewinner der Golfchannel-Serie “Big Break: Las Vegas” verdiente sich den Startplatz dank eines Sieges bei einem PGA-Section-Turnier in Tennessee. Zum anderen ist eine der großen US-Nachwuchshoffnungen, Anthony Paolucci, mit im Feld. Der 18-Jährige ist der 2010 AJGA Player of the Year und vielleicht die kleine Ami-Ausgabe von Matteo Manassero. 

Hier das Profil von Anthony Paolucci.

Und die Vorschau der PGA auf das St. Jude Classic.

Wer nicht bis heute abend warten kann, der zieht sich natürlich die BMW Italien Open im Büro via Live-Stream rein. Sky zeigt das Turnier von 11.30 bis 13.30 Uhr und von 14.30 bis 18.30 Uhr.

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World Match Play: Kaymer besiegt Quiros

UPDATED Was für ein amtliches Viertelfinale bei der Volvo World Match Play Championship: Martin Kaymer hat seinen Kumpel Alvaro Quiros in einem spannenden Match nach zwei Playoff-Löchern rausgekegelt. Herrlich. Morgen gibt es im Halbfinale ein Wiedersehen für den Mettmanner mit Luke Donald, der Charl Schwartzel nach Hause schickte. Im zweiten Halbfinale spielt Ian Poulter gegen Nicolas Colsaerts.

Ich empfehle diesen Live-Stream, einfach Sky Sports  als Channel auswählen.

 

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World Match Play: Kaymer gewinnt Auftakt

Puh. Ein paar Löcher musste man sich schon Sorgen machen. Der Koreaner Y.E. Yang führte zwischenzeitlich mit zwei Löcher. Doch Kaymer gab nicht auf, zeigte großes Golf und setzte sich letztendlich mit 2-up nach 17 Löchern durch. Sein nächster Gegner kommt ebenfalls aus Korea und hört auf den Namen Seung-yul Noh. Der Mann ist definitv eine lösbare Aufgabe.

Den schönsten Sieg feierte übrigens nach einem spannenden Match Rory McIlroy gegen Retief Goosen mit einem sehenswerten Chip-In an der 18. Bahn.

Luke Donald (4&3 vs. den extrem fesch gekleideten Ryan Moore), Graeme McDowell (3&1 vs. Louis Oosthuizen) und Lee Westwood (6&5 vs. Anders Hansen) gewannen ihre Partien mit Stil. Oldie Miguel Angel “The Mechanic” Jiménez (Besitzer eines unglaublichen Zigarrenhalters) deklassierte Masters-Champion Charl Schwartzel (6&5). Ian Poulter spielte unentschieden gegen Francesco Molinari.

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Sat.1: Golf zur Geisterstunde

Hui Buh! Sat.1 zeigt Golf im Free-TV. “ran Golf” soll der Spaß heißen, berichtet wird am Samstag, 26. Juni, von der BMW International Open. Die Sendung ist eine halbe Stunde lang und läuft nach dem Boxkampf von Felix Sturm gegen Mitternacht. 

Hallo? Jemand zuhause bei Sat.1? Anscheinend nicht.

Viele Boxfans werden mit Sicherheit nicht dranbleiben, die Überschneidungen mit der Golfcommunity sind da doch nur gering. Und als Testballon für Golfübertragungen im Free-TV oder die Populartität von Martin Kaymer kann das ja wohl auch nicht ernsthaft betrachtet werden.

Meine Theorie: Viele BMW-Werbespots. Klassischer Anzeigendeal.

Peinlich, peinlich. Mir graut es schon beim Gedanken, wer diese völlig überflüssige Sendung unter Ausschluss der Öffentlichkeit moderieren bzw. kommentieren wird.

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World Match Play Championship: Battle Royal

 Man kann unterschiedlicher Ansicht über das Teilnehmerfeld der World Matchplay Championship sein. Der Linksgolfer spricht von Fallobst, ich sehe das etwas anders. Fakt ist, dass sechs der derzeit zehn besten Golfer der Welt in Spanien antreten, um sich im Lochwettspiel gegenseitig rauszukegeln. Lee Westwood (1), Luke Donald (2), Martin Kaymer (3), Graeme McDowell (5), Rory McIlroy (6) und Paul Casey (9) geben sich die Schläger in die Hand. Zum Vergleich: Beim PGA-Turnier dieser Woche, das Crowne Plaza Invitational, ist der höchstplatzierte Golfer Matt Kuchar, der auf Rang 10 steht.

Weiterhin finden sich alle amtierenden Major-Champions (Ok, die stehen zur Hälfte auch in der Top 10) plus Hotshots wie Aaron Baddeley und Alvaro Quiros im Starterfeld. Nicht zu vergessen: Lebende Legenden wie Retief Goosen und Miguel Ángel Jiménez sind auch dabei. Dabei verzeiht man doch den ein oder anderen Seung-yul Noh beziehungsweise Johan Edfors.

Man kann sich also getrost auf vier nette Tage Matchplay freuen.

Übrigens: Wie die absoluten Golf-Welt-Top-Stars aussehen, wenn sie vom Flughafen abgeholt werden, sieht man in diesem Down-to-Earth-Youtube-Video. Martin Kaymer scheint eine innige Freundschaft zu Alvaro Quiros entwickelt zu haben.

2011 Volvo World Match Play Championship – Monday

Anbei die Matchplay-Paarungen der ersten beiden Tage.

Donnerstag, 19. Mai

1 12:05 Group H Francesco MOLINARI (ITA) v Ian POULTER (ENG)

2 12:20 Group G Charl SCHWARTZEL (RSA) v Miguel-Angel JIMÉNEZ (ESP)

3 12:35 Group F Paul CASEY (ENG) v Alvaro QUIROS (ESP)

4 12:50 Group E Rory MCILROY (NIR) v Retief GOOSEN (RSA)

5 13:05 Group D Graeme MCDOWELL (NIR) v Louis OOSTHUIZEN (RSA)

6 13:20 Group C Martin KAYMER (GER) v Y.E. YANG (KOR)

7 13:35 Group B Luke DONALD (ENG) v Ryan MOORE (USA)

8 13:50 Group A Lee WESTWOOD (ENG) v Anders HANSEN (DEN)

Freitag, 20. Mai

9 07:45 Group H Ian POULTER (ENG) v Paul LAWRIE (SCO)

10 07:55 Group G Miguel-Angel JIMÉNEZ (ESP) v Johan EDFORS (SWE)

11 08:05 Group F Alvaro QUIROS (ESP) v Søren KJELDSEN (DEN)

12 08:15 Group E Retief GOOSEN (RSA) v Nicolas COLSAERTS (BEL)

13 08:25 Group D Louis OOSTHUIZEN (RSA) v Jhonattan VEGAS (VEN)

14 08:35 Group C Y.E. YANG (KOR) v Seung-yul NOH (KOR)

15 08:45 Group B Ryan MOORE (USA) v Ross FISHER (ENG)

16 08:55 Group A Anders HANSEN (DEN) v Aaron BADDELEY (AUS)

17 12:40 Group H Francesco MOLINARI (ITA) v Paul LAWRIE (SCO)

18 12:50 Group G Charl SCHWARTZEL (RSA) v Johan EDFORS (SWE)

19 13:00 Group F Paul CASEY (ENG) v Søren KJELDSEN (DEN)

20 13:10 Group E Rory MCILROY (NIR) v Nicolas COLSAERTS (BEL)

21 13:20 Group D Graeme MCDOWELL (NIR) v Jhonattan VEGAS (VEN)

22 13:30 Group C Martin KAYMER (GER) v Seung-yul NOH (KOR)

23 13:40 Group B Luke DONALD (ENG) v Ross FISHER (ENG)

24 13:50 Group A Lee WESTWOOD (ENG) v Aaron BADDELEY (AUS)