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“The Big Break”: Dreams are my Reality

2003 hatte der Golfchannel eine clevere Idee: Sie klauten einfach ein erfolgreiches Reality-TV-Format. “Survivor” lief damals schon drei Jahre auf CBS. In der Show mussten die Kandidaten auf einer einsamen Tropeninsel allerhand Prüfungen bestehen bis nur noch einer übrig blieb – und der kassierte dann ein sattes Preisgeld. Der Golfchannel ließ sich davon inspirieren und verlegte das ganze Treiben einfach auf den Golfplatz – “The Big Break” war geboren.

Die Fernsehshow ist seit Anbeginn aller “Big Break”-Zeiten eine meiner “guilty pleasures”. Wenn ich auf Roadtrip in den USA bin, dann gibt es nach einer Runde Golf nichts Schöneres als mir abends im Hotel die Serie im TV reinzuziehen. Glücklicherweise muss man aber gar nicht über den Teich fliegen, um “The Big Break” zu schauen: Der Golfchannel hat fast alle Staffeln online gestellt – und die sind auch in Deutschland problemlos zu sehen (siehe Links unten).

Natürlich ist “The Big Break” überdramatisch inszeniert. Hier geht ist in den meisten Fällen nicht um Birdie, Par oder Bogey, sondern um Leben und Tod. Schließlich warten als Hauptpreis meist irgendwelche Exemptions zu PGA- oder LPGA-Turnieren sowie ein Sponsoringdeal mit Adams Golf. Manchmal gibt es noch einen Urlaub und Cash obendrauf. Dafür müssen die Kandidaten dann irgendwelche Matchplays gegeneinander gewinnen, einen Flopshot über eine hohe Mauer schlagen oder Glasscheiben zerbrechen. Alles herrlich gaga, eine ewige Wiederholung und trotzdem höchst unterhaltsam.

Manche Staffeln haben nur Frauen als Teilnehmer – und die werden dann im Laufe der “Big Break”-Historie immer geschmeidiger abgefilmt. Knappe Höschen, pralle Blusen, saubere rasierte Beine: Sex sells.

Nichtsdestotrotz lassen sich die Produzenten nicht auf alle dreckigen Reality-Spielchen ein. Zwar werden auch mal die Streitigkeiten zwischen den Spielern thematisiert, aber den richtigen Schmutz zeigt man nicht. Das hat mir zumindest der Bruder einer LPGA-Spielerin erzählt, die bereits zweimal beim “Big Break” dabei war. Der gute Mann hatte einiges zu berichten: von Affären unter den Spielern bis hin zum klassischen Zickenterror. Er selbst war zweimal in der engeren Auswahl für die Teilnahme, doch den “Cut” hat er nie geschafft. “Ich bin einfach zu normal”, sagte er mir. Beim Casting würde der Golfchannel ganz bewusst nach Freaks, Egozentrikern, süßen Pos, Beaus und außergewöhnlichen Typen Ausschau halten. Das reine Golftalent reiche nicht.

Freaks und Geeks gab es bislang reichlich bei “Big Break”. So konnte man unter anderen Tommy “Two Gloves” Gainey, Sophie Sandolo, James Nitties, Sara Brown, Ryan O’Toole oder Kip Henley bewundern. Dazu gab es noch richtige Hassfiguren wie Anthony “A-Rod” Rodriguez, Pat Perez’ Bruder Mike und der unschlagbar furchtbare Brian Skatell.

So. Hier nun die Links. Kleiner Tipp: Man sollte unbedingt die Staffeln in der richtigen Reihenfolge gucken!

Und wo ihr da gerade beim Golfchannel seid, empfehle ich auch mal ins Haney Project reinzuschauen. Die Staffel mit Charles Barkley ist zwar lustig, aber richtig gut werden erst die Folgen mir Ray Romano. Rush Limbaugh kann man sich hingegen sparen.

The Big Break
http://www.golfchannel.com/tv/the-big-break/

The Big Break: Las Vegas
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-ii/

The Big Break III
http://www.golfchannel.com/tv/the-big-break-ladies-only/

The Big Break: USA vs Europe mit “Two Gloves”
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-usa-vs-europe/

The Big Break: Hawaii
http://www.golfchannel.com/tv/the-big-break-hawaii/

The Big Break: Trump National
http://www.golfchannel.com/tv/the-big-break-trump-national/

The Big Break: Mesquite
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-mesquite/

The Big Break: Kaanapali
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-kaanapali/

The Big Break: Reunion
http://www.golfchannel.com/tv/the-big-break-reunion/

The Big Break: Michigan
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-michigan/

The Big Break: Prince Edward Island
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-prince-edward-island/

The Big Break: Disney Golf
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-disney-golf/

The Big Break: Sandals Resorts
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-sandals/

The Big Break: Dominican Republic (Reunion-Show, mein Favorit!)
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-dominican-republic/

The Big Break: Indian Wells
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-indian-wells/

The Big Break: Ireland
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-ireland/

The Big Break: Atlantis
http://www.golfchannel.com/tv/big-break-atlantis/

 

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McGladrey Classic: Reif für die Insel

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät? Ja, ist es. Das McGladrey Classic läutet das Ende der PGA-Tour 2011 ein. Verdammt. Es bleiben nur noch das Children’s Miracle Network Hospitals Classic (viel zu kurz, der Name) und der Ryder Cup für Arme, äh, der Presidents Cup. Das war’s. Der einzige Vorteil: Ich kann demnächst  mein Sky-Abo kündigen – und falls jemand im Callcenter fragt warum, dann sage ich, Irek Myskow ist schuld. Vielleicht schicken sie den Lackaffen dann endlich in die Wüste. Aber ich schweife ab. Zurück zum McGladrey Classic.

Das Turnier wird auf der edlen Sea Island in Georgia ausgetragen. Die noble Siedlung ist übrigens die Heimat von Davis Love III, Matt Kuchar und Zach Johnson, die hier ihren Heimatplatz haben. Sehr schick. Heath Slocum wohnt hier nicht, ist aber der Titelverteidiger. Weiterhin mit am Start sind unter anderen Lucas Glover sein Bart, “Two Gloves” Gainey, Graeme McDowell, Boo Weekley sowie Rickie Fowler. Könnte also ganz amüsant werden.

Anbei zwei Videos als Vorbereitung auf den heutigen Abend. Schließlich ist Donnerstag!

PGA TOUR Today: 2011 McGladrey Classic

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Team Golfnerd: Tommy “Two Gloves” Gainey

Ich habe ein Herz für die Südstaaten und vor allem für die Menschen, die dort leben … und natürlich für die Country Boys, die es irgendwie auf die Tour geschafft haben. Ganz weit vorne ist  Tommy “Two Gloves” Gainey. Die ehrliche Haut aus South Carolina hat einen hässlichen Schwung, eine Achterbahnkarriere und immer zwei Handschuhe an. PGA Tour Inside hat meinem Lieblingshinterwälder endlich mal ein Porträt gegönnt. Gut gemacht. Als Bonus gibt es von mir noch ein paar weitere Videos von “Two Gloves”.

Buick Invitational - Round One

Wells Fargo: I know it’s ugly!

Und wieder steht der Donnerstag vor der Tür und damit ein schönes Turnierwochenende. Bei der Wells Fargo Championship tritt endlich Martin Kaymer wieder an. Aber auch Bubba Watson, Phil Mickelson, Rory McIlroy und Tommy Gainey sind mit am Start. Letzterer überzeugte in der Pressekonferenz nicht als Intelligenzbestie, dafür aber mit seiner ehrlichen Art. “Ich weiß, dass mein Schwung hässlich ist”, gab Two-Gloves zu und keiner widersprach.

Uns Kaymer musste auch ans Mikro und philosophierte über große Enttäuschungen in seiner Karriere. Das Masters kam dabei merkwürdigerweise nicht vor. Enttäuschend finde ich, dass der ehemalige Fußballgott nicht beim Caddie-Soccer-Team der PGA Tour mitspielt.  (Nehme alles zurück … der Kaymer war dabei. Siehe Kommentar.) Sergio Garcias Manager und Rory McIlroy machen da doch auch mit.

Zur Einstimmung noch ein kleines Filmchen zum Thema Wells Fargo Championship.

Zur optimalen Vorbereitung (auch auf die European Tour) empfehle ich mal wieder das aktuelle Posting des Linksgolfers.